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Lampenfieber: Nicht bei Turnierpferden, sehr wohl aber bei Reitern

Show-Programm in Saumur (Foto: Vermedudi Vienna/J.Aurich)

Show-Programm in Saumur (Foto: Vetmeduni Vienna/J.Aurich)

Ein Team von der Vetmeduni Vienna weist in einer neuen Studie nach, dass Reiter deutlich mehr Stress erleben, wenn sie bei einer öffentlichen Vorführung auftreten. Die Pferde haben jedoch gleich viel Stress, egal ob im Training oder vor Publikum. Diese völlig unerwarteten Ergebnisse wurden soeben in der Zeitschrift “The Veterinary Journal” veröffentlicht.

Reiter übertragen bei Pferdesportevents ihr Lampenfieber nicht auf ihre Pferde. Das ist das überraschende Ergebnis einer neuen Studie von Mareike von Lewinski aus dem Forschungsteam um Christine Aurich von der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vermeduni Veinna).

Übereinstimmend mit früheren Untersuchungen konnten die Forschenden auch in ihrer neuen Studie sowohl bei den Pferden als auch bei den Reitern Stresssymptome beobachten: höhere Konzentrationen von Kortisol im Speichel und stärker schwankende Herzschlagraten. Die Reiter zeigten jedoch zudem deutlich höhere Anzeichen von Stress, wenn Zuschauer dabei waren. Anders als ihre Reiter schienen die Pferde von der Anwesenheit des Publikums aber kaum beeinflusst zu sein.

Anders gesagt, Pferd und Reiter reagieren völlig anders auf den Druck, der durch eine Vorführung vor Publikum entsteht: Pferde leiden offenbar nicht unter dem erhöhten Stressniveau ihrer Reiter.

Rückfragehinweis
Ao.Univ.Prof. Dr. Christine Aurich
Graf Lehndorff-Institut für Pferdewissenschaften
Veterinärmedizinische Universität Wien
christine.aurich@vetmeduni.ac.at
T +43 664 60257-6400

 

 

 

 

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